Die berühmte venetische Villa Barbaro in Masèr – von Andrea Palladio um 1560 erbaut und vom Maler Paolo Veronese ausgemalt – wird immer wieder „Tempel der Harmonie“ genannt. Diese Bezeichnung ergibt sich sowohl durch die hervorragend ausgewogene Architektur als auch wegen der Fresken Veroneses. Etwas über die Harmonie der Architektur, Kunst und Welt zu sagen, ist heute – in einer Zeit, in der disharmonische Kräfte allein unser Schicksal zu bestimmen scheinen – wichtiger denn je!
Peter Iljitsch Tschaikowski und Nadeschda Filaretowna von Meck
Stürmische Töne heller, klarer, romantischer Musik, erstaunliche Melodik, Inspiration, überwältigender musikalischer Reichtum, märchenhafte Schönheit, bezaubernder Schimmer der Farben … Hunderttausende Zuhörer in der ganzen Welt lassen sich durch seine Musik in die Welt eines der größten Komponisten, in den Reichtum und die Schönheit der Empfindungen führen. Wie war aber sein Leben? Und wie er selbst?
Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt befaßt sich seit vielen Jahren mit den Ideen der Renaissance. Jetzt beschreibt er, wie im Jahre 1417 in einer deutschen Klosterbibliothek das vergessene Manuskript des römischen Dichterphilosophen Lukrez (97–55 v. Chr.) „Über die Natur“ („De rerum natura“) entdeckt wurde. War dies ein Pamphlet des Atheismus, und welche Gedanken können heute noch bestehen?
Im Jahr 1994 erschien Margot Ruis' erstes Buch: „Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen“, das inzwischen bereits seine 5. Auflage erreicht hat. Sie beschrieb darin ihre Begegnungen mit Elfen, Wassermädchen, Baumdevas und anderen Wesenheiten und gab wertvolle Anregungen dafür, wie solche Kontakte, die naturverbundene Völker früher häufig hatten, auch heute möglich werden können. Nun, fast 20 Jahre später, legte die Autorin ihr zweites Buch vor: „Naturwesen und Erdheilung – Leben mit der Anderswelt“.
Am 30. März 2012 Jahres jährte sich der Todestag Karl Mays (1842–1912), des auflagenstärksten deutschen Autors aller Zeiten, zum hundertsten Male. Doch noch zu Beginn dieser letzten Märzwoche ist es noch ziemlich ruhig im renommierten deutschen Blätterwald! Der Mann, der die Jugend begeisterte, den die Intellektuellen meist links – das heißt „rechts“ – liegenließen und -lassen, polarisiert trotz allem immer noch. War er Kleinkrimineller, Kolportageschreiber, Hochstapler oder „Edelmensch“?
Werke Giuseppe Manteccas in einer beeindruckenden Ausstellung
Die Erfahrung des Frühlings hat Goethe in seinem Faust auf einzigartige Weise wiedergegeben.
Joseph Haydn und die Neue Welt
Wie ein deutscher Kommunist mit dieser Vision in russischen Straflagern und dann im „realen Sozialismus der DDR“ umging – und was von der Vision heute übrigblieb.
Sonntag nachmittag, am 23. Oktober 2011, fand in der „Alten Mühle“ in Sighartstein (Salzburger Land) eine – trotz lockenden Herbstwetters sehr gut besuchte – literarische Veranstaltung durch das Kultur-Forum „GralsWelt“ statt: Schauspieler Helmut Stange – einer aus der inzwischen „Legende“ gewordenen Truppe von Dieter Dorn am Residenztheater München – brachte die spezielle Textauswahl von Dr. Christian Baur (Salzburg) aus dem Werk von Hermann Hesse (1877– 1962) zum Vortrag.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte jüngst das neue digitale Wörterbuch OWID (Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch) vor. Bearbeitet wird OWID durch das renommierte Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim. Es geht zentral um den alltäglichen modernen „deutschen Sprachgebrauch“, sprich um den erfaßbaren Niederschlag der heutigen elektronischen Textproduktion. Wer also mit OWID den römischen Dichter Ovid assoziiert, etwa seine mythologischen Verwandlungen (Metamorphosen), befindet sich auf dem Holzweg. Fraglich ist vielmehr, ob es überhaupt noch um Deutsch geht.
Zum 200. Geburtstag des Komponisten: Auf den Spuren von Franz Liszt in Budapest
Haruki Murakami und Fukushima
Auf den 62jährigen japanischen Schriftsteller und Atomkraftgegner Haruki Murakami geht das folgende Wort zurück: „Manchmal denke ich, das Herz eines Menschen ist wie ein tiefer Brunnen. Niemand weiß, was auf seinem Grund ist. Man kann es sich nur anhand der Dinge vorstellen, die bisweilen an die Oberfläche treiben“ (im Erzählungsband: „Blinde Weide, schlafende Frau“).
Teresa Schuhl erzählt in einem Buch ihre fesselnde Lebensgeschichte, die in Tadschikistan beginnt.
Empfehlenswert!
Julia Bornefeld in Innsbruck
Im Innsbrucker Dom wurde am Aschermittwoch 2012 die Installation „Brennendes Abendmahl“ der in Südtirol lebenden Künstlerin Julia Bornefeld enthüllt. Es handelt sich um ein riesiges Foto, auf dem dreizehn Personen – darunter eine Frau – das Abendmahl Leonardo da Vincis nachstellen. Über den Abendmahlstisch breiten sich Flammen aus.
Der deutsch-türkische Filmemacher Servet Ahmet Golbol schuf einen beeindruckenden Film zum Thema Reinkarnation
Im großen Oeuvre des bedeutenden Malers, Graphikers und Bauhauslehrers Paul Klee (1879–1940) gibt es in den Jahren 1918 bis 1927 eine Reihe von außergewöhnlichen Bildern, die um das Thema „Blitz“ kreisen. Es werden darin Inhalte vermittelt, die zum Nachdenken anregen und sich mit den Forschungsergebnissen von Neurologen in Verbindung bringen lassen.
Was geschieht Conor O'Malley sieben Minuten nach Mitternacht? – Ein Buch von Patrick Ness und Siobhan Dowd
Als im Herbst 1989 der Ruf erklang „Havel auf die Burg“, das heißt ins Präsidentenamt der Tschechischen Republik, grüßten zugleich die Worte des Dichters und Dissidenten Václav Havel auf dem Wenzelsplatz: „Wir wollen in der Wahrheit leben“. Der Unbeugsame, der unter kommunistischer Herrschaft lieber ins Gefängnis ging, als sich in den Westen abschieben zu lassen, hatte dieses Wort geprägt.
Meine deutschen Fundstücke
Ein beeindruckendes Werk von Asfa-Wossen Asserate